Die Stiftung Warentest hat nun zu ihrem “Analyse”-Ergebnis Stellung genommen.
Mir wurde mitgeteilt, dass alle angebotenen Tarife die von mir gewünschten Vorgaben erfüllen. Sie würden lediglich im Leistungsumfang variieren. Aber genau das ist ja das Problem, hier wurden Äpfel mit Birnen verglichen!
Angeblich wurden Tarife ausgewählt, die am ehesten meinen Vorgaben entsprechen und ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis aufweisen. Mir ist immer noch nicht klar, wie man einen “Hausarzttarif” (Inter) mit nahezu “Luxus”-Tarifen z. B. der uniVersa oder auch der Hallesche gleich stellen kann. Denn zwischen den “variierenden” Leistungen liegen Welten!
Die Gewichtung wird von der Stiftung Warentest nicht offen gelegt. Dies habe ich auch nicht erwartet. Mich hätten ja nur die Ergebnisse der einzelnen Teilbereiche interessiert um evtl. das Ergebnis ein klein wenig nachvollziehen zu können. Mir wurde aber mitgeteilt, dass die Gewichtung sich an der statistischen Wahrscheinlichkeit orientiert, wie oft und in welcher Höhe Versicherte die Leistungen im Durchschnitt in Anspruch nehmen. Dagegen ist zwar grundsätzlich nichts einzuwenden, aber warum werden dann überhaupt spezielle Leistungsinhalte abgefragt? Denn gerade hier liegen doch die größten Leistungsunterschiede. Meines Erachtens kann eine Analyse so kein wirklich zutreffendes Ergebnis erbringen. Denn 85% der Bewertung liegen bei den Punkten Selbstbeteiligung, stationäre Unterbringung (z. B. Ein- oder Zweibettzimmer), Chefarztbehandlung im Krankenhaus, Arzthonorare im Krankenhaus und den Erstattungssätzen für Zahnbehandlung und Zahnersatz. Tarifeigenschaften also, die ich bei fast allen Versicherern in irgendeinem Tarif finden kann.
Die restlichen 15% der Bewertung liegen dann bei den “zusätzlichen Leistungen” und somit genau bei den Punkten, die die eigentlichen Leistungsunterschiede der einzelnen Tarife darstellen.
Ich bin also genau so schlau wie vorher und habe immer noch 5 Tarife die sich teilweise unterscheiden wie Tag und Nacht ohne zu wissen wie die Analyse zustande kam.
Ich wurde aber freundlicher Weise darauf hingewiesen, dass ich im FINANZtest 12/2006 nähere Informationen zur “Vertiefung” finde. Ich habe mir das Heft mal bestellt.
Fortsetzung folgt…


